Constantia Flexibles strebt eine Kreislaufwirtschaft an – neue Folien aus recycelten Materialien herstellen.

Constantia Flexibles – Der österreichische Hersteller hat eine PE-Folie mit 80 % recyceltem Anteil vorgestellt, die aus Produktionsabfällen seiner EcoLam-Folien hergestellt wird.

Um diese Lösung zu ermöglichen, wurden Produktionsreste aus den verschiedenen laminierten Schichten von EcoLam – einschließlich EVOH (Ethylen-Vinylalkohol-Copolymer), Metallisierung, Klebstoffe und Druckfarben – zerkleinert und einer Wiederaufbereitung unterzogen.

Der Partner EREMA hat diese Materialien in einem industriellen Extrusionsprozess recycelt. Die aufbereiteten Stoffe wurden anschließend zu einer neuen Blasfolie bei Constantia Pirk verarbeitet, die wiederum als Siegelschicht für neue EcoLam-Verbundmaterialien eingesetzt wird.

Je nach verwendetem Farbsystem gibt das Unternehmen an, dass ein Recyclinganteil von bis zu 80 % in den laminierten Folien erreicht werden kann – lediglich die Siegelschicht muss aufgrund ihrer Funktion aus Neuware bestehen.

Laut Constantia haben weiterführende Untersuchungen gezeigt, dass sowohl die Art des Klebstoffs als auch die verwendeten Druckfarben einen erheblichen Einfluss auf die Qualität des recycelbaren Materials haben.

Das Unternehmen untersucht derzeit, ob bedruckte Folien mit geeigneten Klebstoffen und Druckfarben für Lebensmittelanwendungen wiederverwendet werden können. Berichten zufolge könnten recycelte Produktionsabfälle, die aus vakuummetallisierten Folien ohne Klebstoffe und Druckfarben bestehen, möglicherweise sogar für den Lebensmittelkontakt geeignet sein.

Im Jahr 2019 wurde Constantias EcoLamHighPlus im Rahmen der RecyClass-Initiative europäischer Kunststoffrecycler auf seine Recyclingfähigkeit innerhalb des bestehenden LDPE-Kunststoffstroms (Low-Density Polyethylen) getestet. Dabei wurde nachgewiesen, dass hochbarrierefähige Polyethylen-Folien, die zuvor nur mit Aluminiumfolien realisierbar waren, ebenfalls recycelt werden können.

„In einer Kreislaufwirtschaft ist es entscheidend, dass recycelbare Verbundfolien auch tatsächlich wiederverwendet werden können, wie es bei vielen coextrudierten Folien der Fall ist, die aus mehreren Materialien bestehen“, erklärt Prof. Dr. Achim Grefenstein, Senior Vice President Group Research & Development bei Constantia Flexibles.

„Die Verbrennung oder das Aussortieren von Produktionsabfällen wird bald der Vergangenheit angehören – ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Zukunft.“

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